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Blütenbrote…

Sonne, Wärme und keine große Lust, aufwändige Gerichte zu kochen….da verschönert und erleichtert man sich das Leben doch gerne mit Broten, die kreativ und äußerst schmackhaft angerichtet wurden….absolut gästetauglich!  Oben einige Inspirationen.

Um das Einfache, Gute und Schöne zu kultivieren und die frischen Aromen des Sommers möglichst unverfälscht zu genießen, ist jetzt genau die richtige Zeit. Die Gärten (und Gemüseläden) bieten momentan Kräuter, Unkräuter, Blüten und Gemüse in Hülle und Fülle. Alles, um unsere Sinne zu verwöhnen und uns eindrucksvoll klar zu machen, wie wenig wir tatsächlich doch brauchen, um das Leben zu genießen und einfach glücklich zu sein!

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Bei diesem wunderbaren Dessert ist Erfrischung garantiert! Die angenehme Kälte des Sorbets fällt ganz zart im Mund auseinander und wird intensiviert durch den frischen und ganz speziellen Geschmack des Estragons – natürlich muss es der feine französische sein, der etwas gröbere, robustere, russische Estragon ist nicht so aromatisch.

Ich kann mir vorstellen, dass das Sorbet auch sehr gut mit Prosecco aufgegossen schmeckt,  ich werde das demnächst einmal testen….

Für das Sorbet benötigt man 500 ml Wasser, 100 g Zucker, 100 g Rohrzucker, 3-4 Stängel Estragon, 1 Zweig Zitronenmelisse oder Vervaine, 1 Stück Zitronenschale und 100 ml Zitronensaft.

Für das Coulis habe ich 250 g Kirschen püriert (vorher einige für die Dekoration zur Seite legen) .... somit ist dieses leckere Dessert mein Beitrag zum Event auf dem Gärtnerblog.

Das Wasser im Topf mit dem Zucker erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Estragon (immer etwas angetrocknet verwenden, damit die ätherischen Öle frei werden und sich das Aroma des Krautes voll entfalten kann) und Zitronenmelisse mit der Zitronenschale in den heißen Sirup geben. Zugedeckt abkühlen lassen. Den Topf ca. 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Kräuter und Zitronenschale entfernen, den Zitronensaft hinzufügen. Entweder in eine Eismaschine oder in eine Form in den Gefrierschrank geben, bis das Eis gefroren ist. Das Sorbet auf der Kirschcoulis anrichten und schnell genießen. Das Estragonaroma schmeckt angenehm vor und harmoniert wunderbar mit der Kirschcoulis.

Auch mit anderen Kräutern, etwa Basilikum oder Minze, lassen sich köstliche Sorbets zubereiten.

Gebeiztes Saiblingfilet

Dieses Rezept habe ich in der Juni-Ausgabe von essen & trinken entdeckt, dort wurde allerdings eine Lachsforelle gebeizt. Ich bevorzuge Saiblinge aus dem Ammersee und habe anstatt Kerbel Petersilie verwendet. Der Holunderblütensirup gab nur ganz leichte frische Akzente, nächstes mal würde ich mehr davon nehmen, dafür lieber etwas weniger Salz.

Hier das Originalrezept: Man benötigt für 4 Portionen 2 Lachsforellenfilets à 300 g oder die entsprechende Menge Saiblingfilets, 3 Stiele Dill, 10 Stiele Kerbel oder Petersilie, 1 Stiel Zitronenmelisse, 1 TL gelbe Senfsaat, 6 weiße oder rote Pfefferkörner, 8 Wacholderbeeren, Fleur de sel, 5 EL Holunderblütensirup, 4 EL Wodka, 150 g Crème fraîche und 1 TL Zitronensaft.

Die Fischfilets von eventuell noch vorhandenen Gräten befreien, die dünnen Bauchlappen abschneiden (was ich versäumt habe wie man auf dem Foto sieht). Filets mit der Hautseite nach unten in eine passende Form legen. Dillspitzen abzupfen und mittelfein schneiden. Kerbel- und Melisseblättchen abzupfen und mittelfein hacken. Senfsaat, Pfefferkörner und Wacholderbeeren im Mörser grob zerstoßen. Kräuter und Gewürze mit 20 g Fleur de sel mischen und auf den Filets verteilen, dabei leicht andrücken. Holunderblütensirup und 3 EL Wodka verrühren und darüberträufeln.

Filets mit Klarsichtfolie abdecken. Mit einem passenden Brett und 2-3 großen Konservendosen beschweren und 24 Stunden beizen.

Zum Servieren die Kräuter-Gewürz-Mischung großzügig von den Filets abstreifen, das Fischfleisch mit einem scharfen Messer in dünnen Scheiben von der Haut schneiden. Crème fraîche mit restlichem Wodka, Zitronensaft und 1 Prise Fleur de sel verrühren und getrennt dazu servieren. Mit Weißbrot und einem Gläschen Wein ein tolles Sommergericht! Guten Appetit!


Die Pfefferminze hat die Eigenheit, sich uferlos auszubreiten (Ausnahme ist die Mentha cervinia) und deswegen der Tipp: abschneiden! Abschneiden und an schönen laune Sommerabenden einen Mojito genießen. Natürlich kann man aus der Pfefferminze auch einen herrlichen Sirup zubereiten (Grundrezept hier) oder ein Pasta- oder Gemüsegericht damit bereichern, wie z.B. hier.....sehr lecker!

Aber jetzt zum Mojito: hierzu benötigt man frische Pfefferminze, und zwar viel. Die wird grob in Streifen geschnitten und mit 1 EL Rohrzucker und einer halben in Stücke geschnittenen Limette mit einem Stößel zerreiben. Dann Eiswürfel und weissen Havanna Rum zufügen, umrühren. Mit Sodawasser auffüllen – was aber auch Ernest Hemmingway bei seinem Lieblingsgetränk nicht machte! Schmeckt gut und tut gut!

Die Pfefferminze ist ein altes Hausmittel bei Magenverstimmungen, ich habe sehr gute Erfahrung mit zerriebener Pfeffeminze bei äußerlichen Entzündungen gemacht. Auch bei Mücken- und Wespenstichen ist die Pfefferminze ein wohltuend beruhigendes Mittel.

Gestern haben wir mit unserer Slow Food Gruppe Fünfseenland die Gäste des Sommerfestes im Yoveda – ein Yoga- und Kurszentrum am Ammersee – mit kleinen kulinarischen Kostproben verwöhnt …. und dabei über genussvolles Essen philosphiert, frei nach dem Slow Food-Motto: gut, sauber, fair.

Die Aufgabe an sich war eine Herausforderung: zum einen propagiert Slow Food die Verwendung regionaler Produkte, zum anderen sollte das Essen möglichst einen asiatischen Touch haben. Wir haben das ganz gut gelöst, denn die Grundprodukte (bis auf den Reis) waren regionale Erzeugnisse, die wir da und dort mit asiatischen Gewürzen verfeinert haben.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: von dem köstlichen “Indisch angehauchtem Weißkrautsalat” über “Bayerische Sushi” zu “Thailändischer Gemüsepfanne“, “Hühnercurry mit Mandeln” und “Exotischem Obstsalat” – die bayerisch-asiatische Verbindung von Produkten und Aromen hat wunderbar funktioniert und tolle Gerichte aus einer inspirierten cross-over-Küche hervorgebracht. Die Croustades sind hier übrigens aus Weizenmehl-Toastscheiben hergestellt und mit Holunderquark gefüllt…

Ziege meets Blüte

Ziegenkäse-Blütenkugel

Das Rezept für diese leckeren Ziegenkäse-Blütenkugeln flatterte mir von dem Bio-Supermarkt  meines Vertrauens mit den aktuellen Saisonangeboten ins Haus. Probiert hatte ich schon einiges aus diesem kleinen Heftchen, ich erinnere mich z.B. im letzten Jahr an den Quark, der mit selbstgemachten Holundersirup gesüßt wurde und mit Löffelbiskuits und Früchten ein einfaches und doch besonderes Dessert war….

Jetzt also diese interessante und gelungene Kombination von Ziegenkäse und Blüten, zu der in dem Heftchen übrigens ein Gurken-Kräutersalat empfohlen wurde. Ich habe mich auf die Käsekugeln beschränkt und sie auf kleinen Croustades Tellern angerichtet…...einfach lecker!....und noch schnell vor Monatsende mein Beitrag zu dem “Essbare Blüten” – Event des Gärtnerblogs!

Für ca. 8 Blütenkugeln benötigt man 150 g Ziegenfrischkäse, 40 g grüne Oliven ohne Stein, 1 Knoblauchzehe, 10 g Paniermehl, 1 Blütenmischung (Rosen, Veilchen, Johanniskrautblüten, Holunder,...), Salz und Pfeffer.

Den Ziegenkäse mit den grob gehackten Oliven, der durchgepreßten Knoblauchzehe und Paniermehl mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Blütenblätter klein schneiden und den Käse zu Kugeln rollen. Dann werden die Kugeln in der Blütenmischung gewälzt und auf den Croustadestellern angerichtet. Guten Appetit!

Der Sommeranfang hat einen Kaltstart hingelegt, aber…. ab morgen wird alles besser! Angesagte Temperaturen zwischen 25 und 30° lassen hoffen, dass zu den Sonnentagen, die wir bisher an zwei Händen abzählen konnten, doch noch einige hinzukommen werden. Und dass die Lust auf eine warme Suppe von der Lust auf frische Früchte abgelöst wird. Und die kommen in einer Bowle so richtig gut zur Geltung….da bleibt nur zu hoffen, dass uns auch am Mittwoch die Lust am Feiern nicht verloren geht!

Früchte der Saison werden gewaschen und in Stücke geschnitten. In ein schönes Glasgefäß füllen und mit etwas Zucker bestreuen, mit Cointreau beträufeln und einem trockenen Weißwein bedecken, kühl stellen und gelegentlich umrühren. Kurz vor dem Servieren mit trockenen Sekt aufgiessen. Es gibt immer einen Grund, zu feiern – Prost! Auf den Sommer!

Trotz Vorankündigung war es dennoch eine Überraschung und große Freude, als ich das so nett verpackte süße kleine Päckchen bei mir auf dem Briefkasten entdeckt habe! Vielen vielen Dank! Die waren sooo lecker….und da die weiße Praline mit Rosenblättern dekoriert war (die schwarze mit Ingwer) und ich finde, dass viel mehr Menschen von Nataschas herrlichen Pralinenkreationen wissen sollten – und von den anderen kulinarischen Verführungen für “sensual flavoured moments” natürlich auch :-) hier die Website: www. schokomokoellas.de

Obwohl es sich zu  jeder Jahreszeit lohnt, die Blumenschule in Schongau zu besuchen, ist es natürlich beim jährlichen “Blumentrubel” am letzten Aprilwochenende ein ganz besonderes Vergnügen. Es grünt und blüht, die Jungpflanzen warten in großen Gruppen auf neue Besitzer, Kunsthandwerker bieten außergewöhnliche und kreative Waren…..und das Café in der Blumenschule bietet blütenreiche kulinarische Köstenlichkeiten. Wenn dann noch – so wie gestern – das Wetter stimmt und man in netter Gesellschaft durch die Gärtnerei bummeln kann, dann gehört dieser Sonntag zu den Tagen, wo man sagen kann: er war perfekt! Hier einige Impressionen.

Irgendwo hatte ich neulich das Rezept für diese kleinen Croustades gelesen….ich konnte mir fast nicht vorstellen, dass es so einfach und günstig sein soll, diese leckeren Knusperkörbchen herzustellen, aber…..Volltreffer! Ganz leicht herzustellen und superlecker – sie schmecken trotz des fertigen Teiges (Vollkorntoastbrot!) wesentlich besser als die von mir bisher gekauften Croustades. Ich habe sie gleich in größerer Menge hergestellt und knabbere sie am Abend ganz gerne auch pur zu einem Glas Wein.

Aber hier habe ich sie mit einer leckeren Bärlauchcreme gefüllt. Dazu wird zu gleichen Teilen Frischkäse mit Creme fraîche gemischt. Dann gaaaanz viel in Streifen geschnittenen Bärlauch zugeben und die Creme mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.

Für die Croustades nimmt man Vollkorntoastbrot und rollt die einzelnen Scheiben mit einem Nudelholz richtig platt. Dann werden runde Formen ausgestochen. Die runden Toaststücke drückt man in geölte Muffinformen. Für ca. 10 Min. bei höchster Temperatur in den Backofen geben. Abkühlen lassen, aufbewahren und mit allem füllen, was die kulinarische Kreativität hergibt! Viel Spaß dabei und guten Appetit!

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